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... Friedrich Steinmeier

Kurzbiografie und
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"Die Goldammer aber
sang ein anderes Lied"
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Kurzbiografie und Leseprobe
aus „Die Goldammer aber sang ein anderes Lied"

Friedrich Steinmeier,
geb. 30. Mai 1930 in Ennigloh, Kreis Herford, Volksschule Oberennigloh, Mittelschule Bünde,
Arbeiter in Landwirtschaft und Industrie, Abitur als Autodidakt in Münster,
Studium an der Pädagogischen Hochschule Bielefeld, Lehrer in Essen-Katernberg, Rödinghausen-Westkilver und Bünde-Ennigloh bis zum Eintritt in den Ruhestand

Seine Naturlyrik und Erzählungen vom einfachen Leben wurden bisher in folgenden Büchern veröffentlicht:
„Am Ufer der Zeit“, Gedichte (1984)
„Jahre unter dem Mond“, Gedichte (1987)
„Schokoladenpapier“ (1989)
„Pattwege“ (1992)
„Mittagswind“ (1994)
„Das gelbe Sommerlied“, Gedichte (1996)
„Zeit des Bären“ (1996)
Friedrich Steinmeier, Gesamtausgabe in 2 Bänden (1998)
„Unterm Walnußbaum“ (2000)
„... und ein silbriger Schimmer lag über der kleinen Stadt“ (2003)
„Auf späten Wegen“, Gedichte (2003)
„Nachlese“ (2005)
„Die Goldammer aber sang ein anderes Lied“ (2008)

Weitere Veröffentlichungen in Anthologien, Jahrbüchern, Zeitschriften, Zeitungen und im Rundfunk.

Leseprobe aus „Die Goldammer aber sang ein anderes Lied"

die Goldammer aber
sang ein anderes Lied, ein gelbes Sommerlied;
und wenn Johann in der glutenden
Unterstunde im Schatten der Eiche auf dem Rücken
lag, die Kiepe neben sich im Gras, dann
lauschte er ihrem Mittagsgesang.
Das Getreide knackte in der
Sonnenglut, und im Roggenfeld standen
Kornblume, Mohn und Rade. Neben ihm am
Waldrand aber blühten Goldraute
und Hexenkraut, Weidenröschen und die
zierliche Schattenblume. Da hockte er dann und
trank aus der grünen Flasche, von
der er sich nun nicht mehr trennen mochte,
und die er an jedem Brunnen,
an dem er vorbeikam, wieder füllte mit
kühlem Wasser aus der Tiefe.
Sandige Wege mit silbrigen Birken, und
der Samen der Bäume rieselte auf
ihn herab und flirrte im Sonnenlicht. Und nachts
tanzte er im Mondenschein um ihn
herum. Die Tage waren lang im Juni und
hell die durchwanderten Nächte.
Einsame Wege unter blassen Sommersternen.
Gurgelndes Wasser im Bach, und die Brücke schlief
unter der schmalen Mondsichel …

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